Beim Besuch der rumänischen Schülerinnen und Schüler des Colegiul National de Arte Dinu Lipatti Bukarest vom 14.-25.11.2010 wurde das Coemnius-Projekt mit einem Konzert im Parktheater Göggingen unter dem Titel "George Enescu trifft Leopold Mozart" zu einem weiteren Höhepunkt geführt.
Homepage der Schülerin Susanne Veith über das Comenius-Projekt (Facharbeit)
Foto von der Rumänienfahrt
Comenius – Projekt „Sprachen lernen mit Musik“
Comenius heißt das Unterstützungsprogramm der Europäischen Union, mit dessen Hilfe Schulpartnerschaften innerhalb Europas und darüber hinaus organisiert und finanziert werden. Im August 2009 erhielt das Gymnasium Maria Stern die schriftliche Zusage für die Finanzierung eines zweijährigen Comenius-Projektes mit dem Musik-Lyzeum „Dinu Lipatti“ in Bukarest.
Offizieller Arbeitstitel dieses bilateralen Kooperation-Projektes zwischen Schülerinnen des Gymnasiums Maria Stern und den Musikstudenten in Rumänien ist „Sprachen lernen mit Musik“. Die Idee, die sich dahinter verbirgt, lautet schlicht: „Lerne die Sprache eines europäischen Nachbarn mittels Musik!“ (Rumänisch für die deutschen Schüler, Deutsch für die rumänischen Schüler.)
Musik und Mozart sind fester Bestandteil des zweijährigen Schüleraustausches von 20 Schülerinnen aus Maria Stern mit den Partnern in Bukarest. In einer von Herrn Fuhrig, Frau Göpfert und Herrn Scherer ab Schuljahresbeginn 2009 intensiv vorbereiteten ersten Austauschmaßnahme besuchten die Augsburger Schülerinnen vom 12. bis 21. Mai dieses Jahres zehn Tage lang ihre Gastgeber in der rumänischen Hauptstadt.
Enescu hieß einer der bei diesem Besuch meist erforschten rumänischen Komponisten. Seine berühmten „Rumänischen Rhapsodien“ hatten die Schülerinnen bereits bei ihren Einführungswochenenden kennen und spielen gelernt. Viele Schülerinnen der Q11 und des K12, die bereits im Rahmen der Tourneen des Kammerorchesters in Rom, Berlin und China aufgetreten waren, lernten nun an mehreren Nachmittagen von Herrn Dr. Tonch und Herrn Wagner eine neue Sprache und ihre Kultur kennen: das Rumänische.
Neue interkulturelle Erfahrungen konnten die Schülerinnen dann vor Ort in Rumänien sammeln. Neben einem Konzert in der katholischen Sf. Josif-Kathedrale, der Hauptkirche der Katholiken in Bukarest, das von ca. 350 Bukarestern besucht wurde, lernten die Teilnehmer auf einer dreitägigen Fahrt das eigentliche, das ländliche Rumänien kennen: Tescani, wo sich einer der ehemaligen Landsitze George Enescus befindet, und Sinaia, der königliche Sommersitz am Fuße der Karpaten, waren die Highlights der Reise durchs Land. Schülerbericht von der Fahrt
Im Herbst des nächsten Schuljahres wird der Gegenbesuch der rumänischen Partner stattfinden, und zwar vom 14.11. bis 25.11.2010. Als Höhepunkt des gemeinsamen Schüleraustausches ist am 23. November ein gemeinsames deutsch-rumänisches Konzert im Parktheater in Göggingen geplant, zu dem vor allem Eltern, Lehrer und Freunde der Schule eingeladen werden.
Unbeschreiblich vielfältig waren die Erfahrungen der Beteiligten bisher. Lehrer wie Schüler schätzten vor allem die ihnen in Rumänien entgegengebrachte Gastfreundschaft der Familien Bestaunt wurde die technische Versiertheit und Virtuosität vieler Schüler des Musiklyzeums „Dinu Lipatti“.
Sprachen lernen mit Musik macht Spaß! Summa summarum hat sich der Aufwand der Antragstellung, der gemeinsamen Planung und der koordinierten Durchführung schon jetzt für alle Beteiligten gelohnt. Auch wenn die sprachlichen Erfolge in der neuen Fremdsprache auf beiden Seiten eher abwartend beurteilt werden, so steht dennoch schon jetzt für alle Beteiligten fest, dass Musik in jedem Fall ein exzellentes Medium ist, um Brücken zu bauen, innerhalb Europas und weit über dessen Grenzen hinaus! So sind Freundschaften entstanden, die hoffentlich weiter bestehen werden. La multi ani!– Auf viele weitere Jahre, wie man in Rumänien sagt.
Bild: Die Gruppe der Schülerinnen mit Herrn Scherer, Frau Göpfert und Herrn Fuhrig vor der Abreise nach Rumänien.


