
Sieben gute Gründe für die Wahl von Latein
in der Oberstufe des G8

Latein in der Oberstufe bietet insbesondere all denen spannende Lerninhalte, die sich für die Ursprünge unserer europäischen Geistes-, Kultur- und Wissenschaftsgeschichte interessieren. Jedes Halbjahr ist einem bestimmten Themenbereich gewidmet:
- Der Mensch als reflektierendes Wesen => Philosophie
- Der Mensch als ästhetisches Wesen => Lyrik und Satire
- Der Mensch als politisches Wesen => Gesellschaft, Staat, Grundlagen des Rechts
- Der Mensch als historisches Wesen => Geschichtsschreibung und –deutung
Was hat das mit uns zu tun? Zugegeben: In einer von Reizüberflutung und Globalisierungskauderwelsch geprägten Zeit wie der unseren klingt das alles nicht sehr mitreißend, aber vielleicht führen diese zeitlosen Themen zu neuen Perspektiven und ungeahnten Erkenntnissen…
Im Zentrum stehen Texte von Seneca, Cicero, Horaz, Petron, Livius, Vergil u.a., die meist in der von früher gewohnten Weise behandelt werden.

Neu ist im G8 die Gewichtung mündlich - schriftlich 1:1. Somit kommt den mündlichen Noten eine sehr viel größere Bedeutung als bisher zu; pro Halbjahr sind nur zwei mündliche Noten vorgeschrieben, pro Halbjahr wird im Übrigen nur mehr eine Schulaufgabe geschrieben.

Wie auch schon in Jgst 10 darf in der Oberstufe in den Schulaufgaben ein Wörterbuch verwendet werden.

Wie auch schon im bisherigen Lateinunterricht werden in der Oberstufe keine lateinischen Textproduktionen o.ä. verlangt.

Das "Hauptgeschäft" bleibt also das Übersetzen, wobei in den Schulaufgaben, die alle zweigeteilt sein müssen, der Zusatzteil, der ja in der Regel durch Lernen gut vorzubereiten ist, gegenüber der Übersetzung 1:2 gewichtet ist (Übersetzung : Zusatzteil = 2:1) Der Umfang der Übersetzung liegt bei 100 Wörtern, die Arbeitszeit beträgt 90 Minuten.

Die im Lateinkurs der Qualifikationsphase geforderten Leistungen orientieren sich am Niveau der bisherigen Grundkurse. Niemand wählt also einen ‚heimlichen‘ Leistungskurs, wenn er sich für Latein entscheidet.

Alle SchülerInnen müssen in einer fortgeführten Fremdsprache Abitur machen. Die Abiturprüfung kann in der gewählten Fremdsprache allerdings schriftlich oder mündlich abgelegt werden. Die mündliche Abiturprüfung ist hierbei in Latein besonders attraktiv, da die Inhalte gut eingegrenzt werden können und vor allem die Prüfung in deutscher Sprache durchgeführt wird. Außerdem wird die mündliche Prüfung nicht zentral gestellt, sondern vom Fachlehrer, der das prüft, was er auch durchgenommen hat.
Und so sieht das Ganze praktisch aus:
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Die Unterrichtsinhalte eines Kurshalbjahres können ausgeschlossen werden
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Ein Ausbildungsabschnitt wird als Schwerpunkt gewählt
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Der Schüler erhält einen lateinischen Text (55-65 Wörter lang) mit Arbeitsaufträgen und hierzu eine Vorbereitungszeit von 30 Min. Als Hilfsmittel ist das Wörterbuch zugelassen
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1. Teil der eigentlichen Prüfung (15 Min.):
=> Vortrag und Prüfungsgespräch zum Prüfungsschwerpunkt
=> u.a. Nachweis eines gesicherten Textverständnisses des Vorbereitungstextes
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2. Teil (15 Min.):
=> auch die beiden anderen Halbjahre werden inhaltlich geprüft; das Übersetzen eines weiteren Textes ist nicht verlangt
=> v.a. Grund- und Überblickswissen soll geprüft werden

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„…singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! |
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(Günter Eich) |

