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Momo
(Theaterstück bearbeitet von Vita Huber nach dem Märchen von Michael Ende)
Das Mädchen „Momo“ taucht ganz plötzlich in den Ruinen eines alten Amphitheaters auf, das sowohl Kinder wie auch Erwachsene als Spiel – und Versammlungsort gleichermaßen nutzen. Schon bald wird in den Gesprächen der Kinder deutlich, dass die Eltern kaum mehr Zeit für sie haben. Es sind die „Grauen Herren“, die die Menschen zu immer mehr Arbeit antreiben, sodass ihnen kaum mehr Entspannungsphasen und Zeit der Muse gegönnt sind. Diese Augenblicke der Ruhe sind im Herzen jedes Menschen in Form einer „Stundenblume“ gespeichert, die ihnen von den „Grauen Herren“ entrissen wird. Diese „Stundenblumen“ sind Speicher wertvoller Zeit, die die Menschen brauchen, um selbst wieder Energie zu tanken und ihr (Familien)- Leben zu genießen. Die „Grauen Herren“ drehen sich daraus Zigarren, die sie am Leben erhalten. Doch „Momo“ und der Schildkröte „Kassiopeia“ gelingt es, die „Grauen Herren“ zu überlisten und dadurch das Märchen zu einem guten Ende zu bringen.
„Momo“ ,von Michael Ende, ist ein modernes und zeitloses Märchen, 1973 erstmals erschienen, und macht uns auch in seiner Theaterfassung von Vita Huber auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie notwendig für menschliche Zufriedenheit und Glück ein achtsamer Umgang miteinander, Freundschaft und Zeit haben füreinander sind. Gleichzeitig führt die Geschichte von „Momo“ und den die Menschen unter massiven Zeitdruck setzenden „Grauen Herren“ uns vor Augen, dass es sozial unverträglich und für ein zufriedenes Leben wenig förderlich ist, sich im Druck leistungsgesellschaftlicher Prinzipien, die nicht selten von Versagensängsten und Konkurrenzkampf begleitet werden, zu verlieren.
S.Noss

