wir hier an einer Mädchenschule und da möchte doch jeder wissen, was gerade in ist, oder?“ „Nein, also ich interessiere mich überhaupt nicht für Mode und außerdem hatten wir das erst. Mein Vorschlag ist wir schreiben alles rund um Fußball! So kurz nach der WM interessiert das doch jeden.“ „Nö, oder? Ihr wollt doch nicht wirklich über Fußball schreiben? Wir sind hier an einer Mädchenschule, dafür interessiert sich doch jetzt nach der WM fast niemand mehr.“ „Ich finde, wir sollten mal über etwas Außergewöhnliches schreiben. Wie wäre es, wenn wir rund ums Theater berichten würden? Also mit Interviews von den Schauspielern, der Entstehungsgeschichte des Theaters, usw.?“ „Hey, dass ist eine gute Idee! Sind alle einverstanden? Perfekt. Dann haben wir jetzt schon mal unser Thema.“ „Wer schreibt auf, wer was macht? Meli, du?“ „Klar kann ich machen. Hat mal einer ein Blatt für mich? Danke. Also wer macht was?“ „Jana und ich machen das Interview mit Thomas Peters und Frank Siebenschuh.“ ... „Also gut der Plan steht. Ich lese ihn jetzt noch mal vor und ihr sagt mir wenn ich etwas falsch gemacht habe, okay? Carina und Jana machen das Interview mit Frank Siebenschuh und Thomas Peters. Dodo schreibt darüber, wann das Theater entstanden ist und wo. Conny erzählt uns etwas über das geheimnisvolle Leben William Shakespeares. Von Ina bekommen wir außerdem noch eine Glosse über die „richtigen“ Umgangsformen im Theater, eine Zusammenfassung der Stücke „Ein Sommernachtstraum“ und mit Jana zusammen von „Urmel aus dem Eis“. Conny lässt uns hinter die Kulissen des Augsburger Theaters schauen und Tanja bringt uns das Stück „Mamma Mia“ näher und zu guter letzt fasst Jana noch zusammen, was in Augsburg bzw. in Deutschland so läuft. So ich denke über das Theater bekommen wir genug zusammen, aber über den Rest? Also, Conny und ich machen eine Umfrage unter den Schülerinnen, Jenny, Lena und Chrisi machen ein Interview mit Herrn Kemmer und Caro und Sabi mit Frau Lamla. Mit aufs Klassensprecherseminar fahren Ina und ich. Und Ramona ist für die Anzeigen zuständig. So ich glaube das wäre es fürs erste.“ Na dann auf zum Recherchieren, Interviews halten und schreiben, schreiben und nochmals schreiben ... Halt! Stopp! Wir müssen doch noch den Redaktions-schluss festlegen. „Ich denke der 21. Dezember ist in Ordnung, dann haben wir noch einen Tag danach bis zu den Weihnachtsferien.“ Na dann lasst uns mal anfangen. „Komm Ina wir müssen noch mal zur Pressestelle, dass kann ja nicht sein, dass die uns immer noch nicht angerufen haben, oder?“ ... „Na super! Das kann doch nicht war sein, dass die uns wirklich vergessen haben. Na ja, zum Glück haben wir jetzt sofort einen Termin für unser Interview ausgemacht.“ ... „Ah! Ich bin total aufgeregt! Ich bekomme wahrscheinlich keinen Ton raus. Hoffentlich kommt die Kathy nicht zu spät.“ ... „Da müssen wir hin. Das ist die Pressestelle.“ „Ihr seid die Schülerinnen von Maria Stern? Gut dann kommt mal mit.“ Gehalten wird das Interview in der Theaterkantine. Im Gegensatz zu Frank Siebenschuh, der schon vor uns in der Kantine war (wahrscheinlich Mittagessen) kommt Thomas Peters geschlagene zehn Minuten zu spät. „Ich komm gerade von einem Interview mit der AZ.“ „Von einem Interview zum nächsten ...“ „Genau und ich muss auch gleich weiter.“ So aufgenommen ist das Interview jetzt, aber lesen kann man es noch nicht. Also anhören, o Gott ist das peinlich, anhören, Notizen machen, anhören, noch mehr Notizen, anhören, erster zaghafter Versuch das Interview aufzu-schreiben, anhören, ausbessern, anhören, da fehlen ja super wichtige Aussagen, ausbessern, anhören, ausbessern, usw. Endlich fertig! „Irgendwas war doch heute, oder?“ „Nicht das ich wüsste.“ „Heute ist Redaktionsschluss.“ „Oh nein! Ich habe meinen Artikel doch noch gar nicht fertig!“ „Hey hattest du auch so super Ferien wie ich?“ „Na ja ein bisschen wenig schlaf, aber sonst, ich kann nicht klagen.“ „Hast du deinen Artikel dabei?“ „Oh nein, ich wusste doch, ich habe irgendetwas vergessen.“ Mist eigentlich wollte ich doch heute ins Kino, aber jetzt muss ich noch meinen Artikel schreiben. Also ab ins Internet und recherchiert. Erst mal schauen was so im Augsburger Theater kommt, danach kann ich immer noch die Musicals suchen. Na endlich! Jetzt noch in eine schöne Form gebracht und „schon“ fertig. Na toll! Für die zwei Seiten habe ich jetzt drei Stunden gebraucht, das heißt Kino kann ich vergessen. „Ich habe meinen Artikel dabei!“ „Super, dann haben wir jetzt mit einmonatiger Verspätung alle Artikel.“ „Na dann auf zur fröhlichen Fehlersuche!“

